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Wodurch werden Festgeld Zinsen beeinflusst?
Festgeld Zinsen werden – wie der Name schon nahe legt – über die gesamte Laufzeit einer Geldanlage festgeschrieben. Sie werden auch kurz als Festzins bezeichnet. Dabei muss es sich nicht unbedingt um einen einheitlichen Zinssatz handeln. Festgeld Zinsen können auch mit dem Fortschreiten der Laufzeit ansteigen, wie das beispielsweise bei einigen Bundesschatzbriefen der Fall ist, wo man damit die Anleger dazu animieren möchte, die Wertpapiere bis zum Ende der Laufzeit zu behalten. Der kennzeichnende Aspekt der Festgeld Zinsen ist, dass sie schon bei Vertragsabschluss ausgehandelt werden und sich die Anlagebank rechtsverbindlich dazu verpflichtet, diese Rendite unabhängig von der weiteren Entwicklung der Lage auf dem Finanzmarkt auszuzahlen. Das heißt, der Kunde erwirbt in dem Fall einen Rechtsanspruch auf die vereinbarten Guthabenzinsen.
Die Höhe der Festgeld Zinsen variiert nicht nur zwischen den einzelnen Anbietern, sondern auch innerhalb der Angebote einer einzigen Bank. Eine Ursache ist, dass die Festgeld Zinsen immer in Abhängigkeit von der jeweiligen Laufzeit gewährt werden. Welche Laufzeiten wann bevorzugt werden, hängt immer von der aktuellen Lage auf dem Finanzmarkt ab. Es gibt Zeiten, in denen man für kurze Laufzeiten von drei bis sechs Monaten die besten Festgeld Zinsen bekommt.
Das war zum Beispiel in den Monaten nach dem Beginn der Finanzkrise 2008 der Fall, weil die Banken gezwungen waren, sich kurzfristig liquide Mittel zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Zahlungsfähigkeit beschaffen zu müssen. Hier konnte man sich gute Festgeld Zinsen sogar schon mit Anlagezeiträumen von wenigen Wochen und bei einigen Anbietern sogar Tagen verschaffen. Im Zuge der Stabilisierung der Finanzmärkte setzte ein Trend ein, bei dem mit hohen Festgeld Zinsen Anlagezeiträume von 12 bis 24 Monaten bevorzugt worden sind. Derzeit sind es die längerfristigen Anlagen bis zu fünf Jahren, bei denen sich der Kunde teilweise sehr gute Festgeld Zinsen sichern kann. Deshalb lohnt es sich bei einem Vergleich auch, ein wenig mit den Laufzeiten zu experimentieren.
Ein dritter Fakt, der einen entscheidenden Einfluss auf die Festgeld Zinsen geltend macht, ist die Höhe der getätigten Einlage. Bevorzugt werden hier eindeutig mittlere Summen, die zwischen 10.000 und 50.000 Euro liegen. Wer solche Summen anlegt und vorzeitig an sein Guthaben heran muss, sollte wissen, dass er dann den Anspruch auf die vereinbarten Festgeld Zinsen verliert. In den meisten Fällen sind die Banken aber bereit, bei einer vorzeitigen Verfügung über das Guthaben die Festgeld Zinsen zumindest durch die etwas niedrigen Guthabenzinsen beim Tagesgeld zu ersetzen. Damit bleibt ein in Not geratener Festgeldkunde bei der Guthabenverzinsung wenigstens nicht ganz auf der Strecke.
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